Exportkontrollfachwirt:in (brav)®

Komplizierter werdende Welthandelsgeschäfte, neue Exportvorschriften, gestiegene und weiter steigende Anforderungen der Genehmigungsbehörden und sensibleres Risikomanagement erfordern gut ausgebildetes Fachpersonal für die störungs- und rechtsfehlerfreie...

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Allgemeine Informationen

Komplizierter werdende Welthandelsgeschäfte, neue Exportvorschriften, gestiegene und weiter steigende Anforderungen der Genehmigungsbehörden und sensibleres Risikomanagement erfordern gut ausgebildetes Fachpersonal für die störungs- und rechtsfehlerfreie Abwicklung aller Geschäfte im Außenhandel. Zur Kernkompetenz eines professionell arbeitenden Unternehmens gehört eine gut funktionierende Exportkontrolle.

Folgen einer nicht funktionierenden Exportkontrolle
In vielen Unternehmen werden verantwortungsvolle und komplexe außenwirtschaftsrechtliche Geschäftsvorfälle durch Personal ohne systematisch erworbene Fachkenntnisse erledigt. Nicht selten erfolgt die Vorgangserledigung nach dem Motto „Das haben wir schon immer so gemacht!“ oder „Mach du das mal eben mit!“. Die hiermit verbundenen Risiken werden bewusst oder unbewusst in Kauf genommen oder werden den Beschäftigten und der Geschäftsleitung erst dann klar, wenn es zu spät ist.
Insbesondere bei Verstößen gegen Exportkontrollvorschriften drohen empfindliche Strafen, wie Bußgelder oder Freiheitsstrafen gegenüber den handelnden Personen persönlich, bei einem Organisationsmangel auch immer gegenüber der Geschäftsleitung oder wie die Bruttoerlösabschöpfung. Dazu kommt ein beträchtlicher Image-Schaden für das Unternehmen.

Sicherheit mit unserem Zertifikatslehrgang
In unserem Zertifikatslehrgang lernen Sie rechtssicher das umfangreiche Exportkontrollwissen für die unmittelbare praktische Anwendung in Ihrem Unternehmen. Außerhalb der zwei Präsenzwochen lernen Sie unterstützt durch das Fachbuch "Exportkontrolle für Praktiker" und zahlreiche Übungsaufgaben weiter und schließen am Ende des zweiten Moduls mit einer schriftlichen Prüfung ab. Der Abschluss Exportkontrollfachwirt:in (brav)® trägt den fachlichen Anforderungen der deutschen Aufsichtsbehörden in vollem Umfang Rechnung.

Vorteile

  • Sie lernen im Detail wie Geschäfte außenwirtschaftsrechtlich richtig abzuwickeln sind und welche Risiken in Ihrem Unternehmen bestehen.
  • Sie erhalten nach erfolgreich absolvierter Prüfung das Exportkontrollfachwirt:in (brav)®-Zertifikat als Nachweis Ihrer Fachkenntnisse gegenüber dem BAFA, dem Zoll und Ihrem Arbeitgeber.
  • Sie erhalten das Fachbuch „Exportkontrolle für Praktiker“ und in den Praxisphasen der Module umfangreiche Schulungsunterlagen mit vertiefenden praktischen Übungen zu den Lerninhalten.
  • Sie haben die Möglichkeit sich ein Netzwerk von Experten aufzubauen und erhalten exklusiven Zugang für die Teilnahme am jährlichen Exportkontrollfachwirt-Update-Seminar.

Zielgruppe

Der Zertifikatslehrgang richtet sich an Mitarbeiter der Funktionsbereiche Zoll, Außenwirtschaft, Exportkontrolle aus Industrie, Handelsunternehmen, Logistikdienstleistung, Kammern und Verbänden, Beratungsunternehmen sowie Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.
Erste Vorkenntnisse sind erforderlich. Mit der Anmeldung folgen einige Fragen zur Einschätzung der Qualifikation. Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, falls Sie Fragen zu den nötigen Vorkenntnissen haben.

Agenda

Planung
Die Präsenzphasen der beiden Module finden in unseren Seminarräumen in Bremen statt. Begonnen wird in der Regel um 08.30 Uhr und der Seminartag endet um 17.00 Uhr.
Bringen Sie bitte einen internetfähigen Laptop mit. Die Prüfung wird entweder schriftlich oder online abgelegt.
Am letzten Tag des zweiten Moduls findet die schriftliche Prüfung statt und anschließend der gemeinsame Ausklang des Lehrgangs (Ende ca. 13 Uhr). Ihr Prüfungsergebnis und Ihr Zertifikat erhalten Sie in der Folgewoche des zweiten Moduls.

Themenübersicht:
Die folgende Übersicht enthält eine Auswahl aller Themenbereiche, die im Seminar behandelt werden sollen. Durch aktuelle Rechtsänderungen können sich Verschiebungen in den Schwerpunkten ergeben.

Modul 1 (19.-23.09.2022)

  • Gesetzliche Grundlagen der Exportkontrolle
  • Definitionen: Ausfuhr, Verbringung, Güter
  • Güter- und verwendungsbezogene Genehmigungspflichten (Dual-Use-Güter & Catch-All-Regelung)
  • Länder- und personenbezogene Embargoregelungen der EU (inkl. Sanktionslistenprüfung)
  • Beschränkungen im Bereich Technologietransfer und Software
  • Beschränkungen im Bereich Brokering und Güterdurchfuhr
  • Genehmigungs- und Bescheidarten
  • Antragsverfahren, notwendige Unterlagen
  • Folgen von Verstößen
  • viele praktische Übungen und zusammenfassender Workshop

Modul 2 (07.-11.11.2022)

  • Das zollrechtliche Ausfuhrverfahren inklusive Vereinfachungen
  • Codierungen im zollrechtlichen Ausfuhrverfahren
  • Beteiligtenkonstellationen in der Ausfuhr
    • Praktische Umsetzung im Unternehmen:
    • ICP, Erstellen von Verfahrensanweisungen
    • Zeitplan der Prüfung im Unternehmen
    • Dokumentation der Exportkontrollprüfung
    • Aufbewahrungspflichten
    • Verantwortlichkeiten
  • US-(Re-)Exportkontrolle Grundlagen
  • viele praktische Übungen und zusammenfassender Workshop
  • Abschlussprüfung (Prüfungsdauer 3 Stunden)

Referent/innen

Mitarbeiter/innen der Verwaltung und anderer namhafter Unternehmen

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